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Der Berner Sennenhund
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Geschichte
Kurz nach Beginn des Jahrhunderts überredete ein Wirt seine Freunde,
die Dürrbächlerhunde an einer Berner Hundeschau vorzuführen.
Im Ländchen Schwarzenburg, das südlich von Bern gegen die Gantrischkette
ansteigt, liegt der Weiler Dürrbach, der dem Dürrbächlerhund den Namen
gegeben hat. Dürrbach, ein kleiner Weiler, welcher früher zur Gemeinde
Riggisberg gehörte, besteht selbst nur aus Wirtschaft und Bauernhof.
Der Wirt Namens Hofmann, der Kuhrechte auf den Alpen Talberg, Nünenen
und Gurnigel besass, habe selber solche Hunde als Haus-und Treibhunde
besessen. So kam es, dass die vorbeiziehenden Berner Metzger, die
Milchhändler, Handwerker und Gärtner, die sich im Wirtshaus gute Hunde
für den Zugdienst an ihren Karren erhandelten, diese Hunde bald einfach
Dürrbachhunde nannten.
Von Bern aus ist der Name Dürrbächler dann für die grossen, starken,
dreifarbigen Zug-, Treib-, und Wachhunde im weiteren Kanton herum zum
Begriff geworden.
Als eigentlicher Initiant zur Förderung dieser bisher in Kynologenkreisen
unbekannten Rasse muss Fritz Probst (1867-1945) betrachtet werden.
An der internationalen Hundeausstellung in Bern 1904, die die Berna
mit grossem Aufwand durchführte, wurde erneut eine Versuchsklasse für
die Schweizerischen Hirtehunde, Appenzeller Sennenhunde und
Dürrbächlerhunde ausgeschrieben. Diesmal erschienen sechs Hunde, wiederum
alle aus Bern und Umgebung.Richter war Probst. Vier Hunde wurden mit
Preisen ausgezeichnet und daher in Band 9 (1907) des Schweizerischen
Hundestammbuches eingetragen.
Die Förderung der Reinzucht wurde vorwiegend von Hundefreunden,
Fabrikanten, Geschäftsleuten aus der Region Burgdorf an die Hand genommen.
Schon 1908 konnte der Dürrbach-Klub an der Internationalen Ausstellung
zum 25-jährigen bestehen der SKG dem Sennenhundrichter Prof. Heim 22
Dürrbachhunde vorstellen, wovon rund die Hälfte aus den Stämmen der
Burgdorfer Züchter stammten.
Prof. A. Heim war ein grosser Förderer des Berner Sennenhundes. Er sagte:
Mir scheint, der gute Berner Sennenhund ist durch sein Ebenmass in jeder
Richtung und seine herrliche Farbe und Farbzeichnung eigentlich wohl der
schönste Hund den es gibt.

In Langenthal, schlug Heim dem jungen Klub vor, den Hund , in Angleichung
an die anderen schweizerischen Sennenhunde, den Dürrbächler doch Berner
Sennenhund zu nennen, was bei den Burgdorfer und Berner Züchtern jedoch
zunächst auf heftigen Widerstand stiess. 1913 war es dann soweit.
Der Berner Sennenhund hat sich im Laufe der Jahre nicht nur in Europa,
sondern auch auf anderen Kontinenten grosse Freunde gemacht.
Die herausstechende Erscheinung und das freundliche, spontane Wesen haben
tausende von Hundefreunden für sie eingenommen.
Das Wesen
Anforderungen an das Verhalten von Berner Sennenhunden gemäss
FCI-Standard Nr. 45
Sicher, aufmerksam, wachsam und furchtlos in Alltagssituationen, gutmütig
und anhänglich mit vertrauten Personen, selbstsicher und freundlich gegenüber
Fremden. Mittleres Temperament, gute Führigkeit.
Auch wenn wir den Berner Sennenhund wegen seines attraktiven Aeusseren lieben,
für den wirklichen Tierfreund ist der Charakter des Hundes, d.h. seines
vierbeinigen Freundes, die Hauptsache. In erster Linie lieben wir die
besonderen Charaktereigenschaften, die die Berner Sennenhunde so besonders
machen.
Wohl keine andere Hunderasse ist so sehr auf seinen Menschen bezogen, wie der
Berner Sennenhund. Mit seiner sprichwörtlichen Gutmütigkeit ist er ein
idealer Gefährte und Familienhund. Damit er diesen hohen Anforderungen aber
gerecht werden kann, müssen diese Wesenseigenschaften durch züchterische
Auslese auch weiterhin gefördert werden. Lebte der Berner Sennenhund früher
in idyllischer Abgeschiedenheit als Wachhund auf dem Bauernhof, ist er in
der heutigen Zeit vielen Umwelteinflüssen ausgesetzt, die eine hohe
Belastbarkeit voraussetzen.
Ihre Gerda und Peter Allemann

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